Kirche ist ohne Diakonie kalt - Diakonie feiert Fusion

Bad Sülze, das kleine Städtchen an der Recknitz entwickelt sich für die Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern zum Landesmittelpunkt. Am Sonntag feierten Vertreter der Diakonie aus allen Landesteilen mit ihren rund 200 Gästen aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Fusion der beiden Diakonischen Werke.

Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn betonte, dass die Recknitz kein Grenzfluss sei und dass der Dienst nun im guten Miteinander gestaltet werden kann. Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit zeigte sich glücklich, dass das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern entstanden ist. "Kirche ohne Diakonie ist kalt", sagte der Bischof. In seiner Predigt betonte er, dass Diakonie auch heißt, ein offenes Herz zu haben und die Leiden der Menschen ins Gespräch mit Gott zu bringen.

"Die Landesregierung hört genau hin, wenn die Diakonie ihre Stimme erhebt", hob Staatssekretär Nikolaus Voß hervor. Er überbrachte die Grüße der Landesregierung und bedankte sich bei den Mitarbeitenden der Diakonie für ihre Arbeit. "Die hohe Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter macht die Hilfe und den Dienst am Menschen erst möglich", so der Staatssekretär. In dem Ziel, für eine sozial gerechte Heimstatt einzutreten, weiß er sich mit der Diakonie einig auch im kritischen Diskurs.

Der Vorsitzende der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, Burghardt Siperko, suchte nach einem passenden Bild für die Fusion. "Von einer Liebesheirat kann man hier ja nicht sprechen", so Siperko. "Aber das Bild vom 'Pfropfen eines Baumes' würde gut passen. Denn beide geben ihr Bestes ohne sich zu verlieren und bringen ihre guten Eigenschaften zusammen." So sprach Landespastor Martin Scriba vom "Dreisprung" des Fusionsprozesses und dankte Kirsten Balzer und Bernd Röll ausdrücklich für ihre hierbei geleistete Arbeit. "Wir haben drei mächtige Schritte unternommen, die uns jeweils weiter voranbrachten, bis wir dann erfolgreich gesprungen sind", sagte Martin Scriba. Der scheidende Diakoniepastor der Pommerschen Evangelischen Kirche Dr. Christoph Ehricht, der während des Gottesdienstes entpflichtet wurde, überreichte ihm einen Bildband "Das Alte Pommern" und damit symbolisch auch die Zuständigkeit für den pommerschen Landesteil. ch 17.01.2011

 

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